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kriegsmaschinedraft1
 
Noch mal von der Onlineausgabe der Kronen Zeitung:

Amerikanische Soldaten sollen sich angeblich wichtige Personaldaten, wie Name, Versicherungsnummer und Blutgruppe eintätowieren lassen, damit im Notfall richtig gesorgt und im Todesfall korrekt identifiziert wird. "Nach alter SS Manier" gibt sich das Online Boulevard kundig. SS-Angehörige hatten zwar die Blutgruppe, sicher aber nicht die Versicherungsnummer als Tatoo am Leib.

Dass die Versicherungsnummer für einen amerikanischen Kriegsverwundeten notwendig sein soll...hmm

"Tut mir leid, aber ihr Versicherungsschutz deckt nur leichte Schussverletzungen, aber offene Bauchwunden durch Granatsplitter gehören nicht zum Leistungsumfang"

Und dann noch das "Beweisfoto"

krone2

Vielleicht hätte der Grafiker noch mal auf den Titel der Videokassette von "Saving Private Ryan" ansehen sollen, bevor er dem Militärmodel mit Photoshop ein "Privat" auf den Oberarm "tätowierte".

Highlight auf krone.at

krone

Was sich wohl im Hintergrund abgespielt hat, ist nur schwer zu erahnen:

Rumsfeldt: Rumsfeldt?

Dichand: Dichand am Apparat. Wenn deine Cowboys net sofort aufhörn....

Rumsfeldt: I'm sorry, but...

Dichand: Der "sorry" is g'sturbn. Stell di net bled, i waß genau, dass deitsch kannst, du Ostküstenpiefke!

Rumsfeld: Schuldigung, Ik sprechen niet deutsch, nur oma hat wenig worte...

Dichand: I sog's nur amoi: Entweder ihr heats sofort auf, auf Zivilisten zu schiessen, oder i hau eich so lang Titelblätter am Schädl, bis ihr Basra nimma von Boston unterscheidn kennts. Die Schlagzeile der morgigen Krone is scho fertig: AMIS MEUCHELN HUNDE !Na wos sogst?


caw

Die Consumers Against War wollen zB keine Chesterfield mehr rauchen, sich lieber Friedensbärte wachsen lassen als Gilette-Klingen an ihr Kinn lassen, demonstrativ diese Woche keinen Jaguar kaufen sowie den Verlockungen von Microsoft widerstehen.

Damit sie das nicht vergessen, haben sie sich auf ihrer Website ein .doc-file zum Ausdrucken hergerichtet *g*.
http://www.consumers-against-war.de/

Eine Idee auf everything²

Bild: Custer's Last Stand

custer

Welche Firmen werden die entscheidenden lukrativen
(Nach)kriegsdienstleistungen zugeteilt bekommen?
Dick Cheneys alte Firma Halliburton _doch_ nicht.
Lesen Sie nun mehr in Teil Drei dieser Serie, die dereinst wohl noch mehr Teile haben wird als Tomb Raider und Sim City zusammen ... wiederum geht ein artiges Dankeschön an Antonio W.

Neben Halliburton hatten sich ja auch die US-Firmen Bechtel, Fluor, Parsons und Louis Berger für den Irak-Wiederaufbaujob beworben... von all diesen sind inzwischen nur mehr 2 im Rennen, und keine von beiden heisst Halliburton, wie ein Sprecher der "Agency for International Development" (USAID) dem Nachrichtenmagazin "Newsweek" mitteilte.

Vorbei das Stirnenrunzeln? Mitnichten. Die Briten sind ganz schön beleidigt, weil die US-Regierung sich offenbar entschieden hat, nur US-Firmen Aufträge zu erteilen. Obwohl z.B. britische Soldaten den irakischen Tiefseehafen von Umm Kasr sichern, wurde die US-Firma Stevedoring Services bereits mit dem Auftrag für den Wiederaufbau der Hafenanlagen bedacht.

Halliburton jedenfalls droht nun aber keinesfalls die grosse Hungertuch-Nagerei. Ihre Tochterfirma Kellogg, Brown + Root, kurz KBR, darf weiterhin brennende Ölfelder löschen und Essen kochen für die Amitruppen im Mittleren Osten.
schlauch
KBR ist ein ziemlich erfolgreicher rent-a-marketender Service und wäscht seit 1999 Soldatensocken am Balkan.

Das US-Militär am Balkan hat sich den Nahrungsmittel- und Wäscheservice rund drei Milliarden Dollar kosten lassen, im Mittleren Osten sind derzeit allerdings 10x so viele Menschen stationiert.
socke
Also igitt. Das macht dann aber 3 Mille extra, liebes Pentagon.

1. immer mehr parties werden von irgendwelchen deppen verdorben, die unbedingt über den krieg reden wollen. das muss doch nun wirklich nicht sein. caroline graham, communications consultat aus L.A., hätte da ein paar schöne alternativthemen vorbereitet.
"wie schafft es diese christiane amanpour nur, mitten in der kampfzone so gut auszusehen? oder: o mein gott, ich schwärme ja total für dominique de villepin. oder: tony blairs haare werden auch immer grauer."



2. don't mention the war, auch oder gerade wenn schnucki mit "i like bush"-leiberl herumläuft. es ist besser für dein sexualleben. denn anders als der 9/11, der pärchen dazu brachte, sich den tag freizunehmen, kerzen anzuzünden etc. und generell ab ins bett zu verschwinden ("this could be the last time"), ist der irakkrieg ruinös fürs zwischenmenschliche. besonders gefährdet sind natürlich couch potatoes, die viel fernsehen.

'So your boyfriend is still massively pro-war?" my friends ask.

"Yes," I reply. "We're not speaking."

sleeping with the enemy.

Brave Journalisten waren gestern ...
Col. David Perkins tells David Carr that the embedded journalists "have been very user friendly. They do what we say, stay out of the way and keep their heads down."


oder auch nicht. manche reporter machen, was sie wollen.
der da zum beispiel.

rivera

geraldo rivera ist raus.
disbedded. tschüss, 101st Airborne Division.
(dabei hatten sich manche schon gefreut ... "CNN has recruited washed-up talk-show host Geraldo Rivera to do on-site reporting! That's right, the same guy who had his nose broken when a skinhead/KKK/black panther fight broke out on his show."
Rivera war auch schon letztes jahr in tora bora für fox news auf der suche nach bin laden.)

Bryan Whitman, Sprecher des Defense Departments, sagte zu Reuters: "If you were to ask me on whether or not he had reported on things that were of tactical value and compromised operational security, I would have to say yes. In the eyes of the commander on the ground, he did. I would say that he is going to be leaving Iraq," added Whitman. "Fox has talked to us and they have indicated to us that they are going to remove him from the area of operations."

der zweite, der den mund nicht halten kann, ist peter arnett.

NBC/MSNBC/National Geographic haben peter arnett gekickt
(der im vietnamkrieg der associated press einen pulitzerpreis erschrieben hat und auch '91 für CNN im golfkrieg mit dabei war, wo er sich aber auch schon keine US freunde gemacht hat wegen der story mit der bombardierten babymilchfabrik) ,
weil der in einem interview mit dem staatlichen Iraqi TV zu analysieren beliebte, die US strategie sei wohl schiefgegangen, und ausserdem hätten reportagen über zivile opfer den gegnern des kriegs und der bush administration zugearbeitet.

WarGames

Oder so. Bei der Irak-Kriegs-Simulation des Pentagon Millennium Challenge 02 hat der inzwischen pensionierte Drei-Sterne-Marinegeneral Paul van Riper die "red force" des "Land X" am Persischen Golf unter anderem mit Selbstmordattentaten zu einem fiesen Sieg geführt. Das war aber - stramm gestanden! - "unvorschriftsmäßig" und daher wurde das Manöver nach den Regeln des Jungen aus Weyhe bei Bremen zu Ende geführt. Und jetzt hat "red force" die Frechheit, das in Echt durch zu ziehen.

iraqometer

Soll wohl das Iraqometer bieten. In der Rubrik "zivile Opfer" wird dabei auf den wohlbekannten Iraq Body Count zurück gegriffen.

wank

Nachdem die saftlosigkeit der Friedensbewegten immer deutlicher wird, scheint der letzte Ausweg der Rückzug in die ganz privaten Zonen zu werden. Die "Generation Golfkrieg" wird blind.

Das Pentagon scheint von wahren Rechenkünstlern bevölkert zu werden, die dem Begriff "Präzision" ganz neue Facetten verleihen: "Sieben Tomahawk-Marschflugkörper haben bisher im Irak-Krieg ihr Ziel verfehlt. Das seien weniger als ein Prozent, sagte US-General Stanley McChrystal am Samstag in Washington." [dpa]. "Seit Kriegsbeginn seien 675 Marschflugkörper und mehr als 6000 Präzisionsbomben abgefeuert worden." [Wieder McChrystal, wieder dpa, wieder am Samstag].

Vorhin hab ich bei Spiegel Online diese Geschichte entdeckt, dass angeblich (laut der Londoner Times, die einen Reporter vor Ort hat) an einer Brücke 12 irakische Zivilisten von amerikanischen Soldaten erschossen sein sollen. Einer der Soldaten soll außerdem danach noch gesagt haben, das täte ihm überhaupt nicht leid, schließlich sei der Irak ein krankes Land und der Krieg sei die Chemotherapie. Allesamt Sachen, die sich recht wahrscheinlich anhören, zumindest möglich (ich lese gerade die Memoiren eines Veteranen aus dem 1. Golfkrieg, "Jarhead" von Anthony Swofford, das kommt schon hin). Dann hab ich versucht, die Geschichte auf der Seite der Times zu finden und den Link gab es auch noch, er war nur gesperrt. Mit einer Pflicht zum Bezahlen scheint das aber nichts zu tun zu haben, alle anderen Links waren frei. Was geht da vor? Wem gehört die Times?

"How much can you suck to lose a popularity contest against Saddam Hussein."
sagte Bill Maher, Host der nach ihm benannten Talkshow auf HBO über George Bush (letzten Freitag allerdings schon, ich hab die Wiederholung gesehen).

egal, wie früh ich aufstehe (öchött), blogkollege wald ist schon munter und voll der hinweise.
das ist gut und ermöglicht mir, dem "which companies will put irak back together" beitrag (dick cheney, halliburton, wiederaufbau, ölquellenlöschen, ehschowissen) einen zweiten teil zu geben.

aufgeflogener kriegsgewinnler des tages ist heute richard perle.

richard perle, 61, vorsitzender des defense policy boards und somit wichtiger rumsfeld-ratgeber (und schon-unter-reagan-im-pentagon-arbeiter, damals als anti-atomabrüstungs-"prince of darkness" bekannt),
ist nämlich am donnerstag von seiner funktion zurückgetreten - aus gründen unschöner wirtschaftlicher verstrickung.

jetzt sind es es nur mehr 29. das defense policy board besteht aus so alten recken wie dem früheren CIA Director James Woolsey, Ex- Vice President Dan Quayle, Ex- Secretary of State Henry Kissinger und Ex-Air Force Chief of Staff Ronald Fogleman.

aber zurück zu perle - der vorsitz im defense policy board wirft zwar eine menge wissen über die pläne der US-regierung ab, ist aber eigentlich unbezahlt und unterliegt gewissen "government ethics rules", die das verwenden von solchem wissen für den eigenen profit ächten.

tja und nun hat ihn ein zeitungsartikel im "new yorker" in bedrängnis gebracht. ein gewisser seymour hersh ging
"einigen geschäftlichen Verbindungen nach, die der Sicherheitsberater im politischen Kontext pflegte.
Dabei stieß er darauf, dass Perle offenbar Partner des Unternehmens Trireme Partners L.P. ist, die im November 2001 (!) in Delaware gegründet wurde. "
(telepolis, 14.3.2003)
hersh bekam wind von einem brief der trireme partners an adnan kashoggi (ja, genau den!), der für trireme perle mit saudischen industriellen zusammenbringen sollte.
"Nach dem Brief sucht Trireme nach Geldgebern, um in solche Firmen zu investieren, die für Belange des Heimatschutzes und der Verteidigung Produkte herstellen oder Dienstleistungen anbieten. Die Angst vor dem Terrorismus würde die Nachfrage nach solchen Produkten anheben. " (ebd.)
geschäftlich klug, das, bloss polito-moralisch zum kotzen.

den "was zuviel ist, ist zuviel"-effekt brachte aber erst perles verbandelung mit der firma global crossing:
"The controversy centers on Perle's deal with bankrupt Global Crossing Ltd. to win government approval of its purchase by a joint venture of two Asian firms. Perle would receive $725,000 for his work, including $600,000 if the government approves the deal, according to lawyers and others involved in the bankruptcy case."
(associated press, 27.03. 2003)

perle tritt zurück, "damit nicht unnötig vom krieg abgelenkt wird" und wird seine geschäftlichen interessen jetzt ungeniert verfolgen können. freunde in der regierung hat er ja genug.

filz
wenn filz nicht mehr harmlos ist ...
telepolis 1
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14375/1.html
telepolis 2
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14483/1.html
associated press
http://makeashorterlink.com/?L15924FF3

US-Basen im Irak heißen Shell und Exxon
meldet die Tante

shell Exxon

via rollberg.de

Hey, ihr Webspezialisten: Gibt es eigentlich irgendwo Zahlen darüber, wie viele amerikanische und britische Soldaten bisher ums Leben gekommen sind? Die Zahlen, die bisher kursieren, scheinen mir doch ziemlich niedrig zu sein. 24 Amerikaner, 20 Briten - so viele sind doch alleine durch friendly fire schon ums Leben gekommen. Die können doch nicht in einem fort in schwere Gefechte verwickelt sind, dutzende oder vielleicht sogar hunderte von irakischen Soldaten erschießen und selbst keine Verluste haben, oder?

FBI

Wenn man sich fragt, warum die schlauen Bomben dummerweise den Falschen auf den Kopf fallen, sollte man die US-Aufklärung ins Auge fassen.

Ein bisschen den Peaceniks auf die Füße zu treten kann ja nicht schaden, dachte ich mir (was natürlich auch was mit diesem ganzen Komplex zu tun hat, den man existenzielles Besserwissen nennen könnte, wo sich alle einig sind, kann ja irgendwas nicht stimmen). Es hatte aber auch noch mit was anderem zu tun, damit nämlich, dass sich ja die wenigsten ernsthaft damit auseinandersetzen, was denn in der arabischen Welt so vor sich geht. Da gibt es alle möglichen Projektionen, alle möglichen Berichte darüber, was "die arabische Straße" so denkt, was im dortigen Fernsehen so läuft, aber das wars dann auch schon.
Nun war am vergangenen Samstag im Magazin der New York Times ein sehr interessanter Text von Paul Berman über Sayyid Qubt (das ist die amerikanische Schreibweise), den Vordenker der ägyptischen Muslimbrüder, den hatte ich gelesen und der endet damit, dass Berman schreibt, dass es tatsächlich endlich an der Zeit wäre genau das zu tun, was George W. Bush in seiner Rede vor dem Kongress kurz nach dem 11. September einforderte aber nicht eingelöst hat, weil er und seine Kumpanen schlicht die falschen Gestalten für so was sind: nämlich in einen "war of ideas" einzutreten. Und so schrecklich dieser ganze Krieg ist, wenn ich mir die Leute in der Friedensbewegung so anschaue, habe ich das Gefühl, das die dafür auch nicht die richtigen sind.

Das ist ein Textchen, was ich vor zwei Tagen für die taz geschrieben hab:


Antikriegsbewegungen haben es gut: Sie brauchen keine stringente Argumentation, ein deutliches "Nein!" reicht. Niemand mag schließlich Krieg. Ich nicht, du nicht, er nicht und sie auch nicht. Im Falle des Irakkriegs kommt noch hinzu, dass die Argumente, die von der US-Administration ins Feld geführt wurden, sich so häufig änderten, dass man als Antikriegsbewegung gar keine eigene Argumentation brauchte, um guten Gewissens gegen den Krieg zu sein: Es schien ja alles so durchsichtig. Ja, konzedierte man reflexhaft, Saddam Hussein ist ein übler Diktator, aber Krieg ist keine Lösung und macht alles nur noch schlimmer.

Dass die Antikriegsbewegung sich bis vor wenigen Tagen gegen einen Krieg richtete, der noch gar nicht angefangen hatte, gereichte ihr durchaus zum Vorteil. Auch wenn sich wenige Kriegsgegner Illusionen darüber gemacht haben dürften, den Krieg tatsächlich verhindern zu können, so konnte man sich doch in dem Gefühl wiegen, ihn ein wenig zu verzögern.

Nun hat der Krieg aber angefangen, und auf den ersten Blick (das ist der auf den Bildschirm) ist man paralysiert. Alles scheint genau so zu kommen, wie man es prognostiziert hat. Menschen sterben, Häuser stürzen ein, es ist die Stunde der Militärs. Auf den zweiten Blick (das war zumindest für fast 200.000 New Yorker am vergangenen Samstag der aus dem Fenster) stellt man fest, dass der Frühling angefangen hat, und man geht auf die Straße, um zu demonstrieren.

Doch auch wenn der reale Beginn des Krieges die Antikriegsbewegung zu bestärken scheint - trotzdem hat man auf diesen Demonstrationen das Gefühl, sich unter Leuten zu bewegen, die dabei sind, sich von der Realität abzukoppeln. Ein wenig fühlt man sich an das Verhalten eines Teils der deutschen Linken in den frühen Neunzigern erinnert, der, auch als Deutschland schon nicht mehr aus zwei Staaten bestand, noch immer darauf beharrte, gegen die Wiedervereinigung zu sein. Politikunfähigkeit nannte man das damals stolz und hielt es für eine Tugend, weil man dem Lauf der Dinge glaubte auch dann noch gute Argumente entgegenhalten zu wollen, als dieser längst über einen hinweggegangen war.

"Hallo!", fühlt man sich versucht zu rufen, "wir können den Kriegsausgang nicht mehr beeinflussen; wenn wir sicherstellen wollen, dass die Iraker tatsächlich jene Demokratie bekommen, die ihnen versprochen worden ist, sollten wir besser auf einen möglichst raschen Sieg der Alliierten hoffen." Und gleichzeitig regen sich die etwas radikaleren Persönlichkeitsanteile und brummen, dass dieses "Nein!" nicht ausreiche. Im Gegenteil, einfach nur gegen den Krieg zu sein, verschleiere, dass der größere Konflikt nicht mit dem Irakkrieg begonnen habe und mit ihm auch nicht enden werde.

Kann sich noch irgendwer an die Cartoon und Spielzeugserie "Transformers" erinnern? Der Hauptheld Optimus Prime Kampfroboter und Anführer der guten "Autobots" nimm am Krieg teil.

optimus_prime

Ein Mitglied der 5694th National Guard Unit hat seinen Namen offiziell auf das Spielzeug umändern lassen. Back to Childhood, anscheinend.

optimus

Nun wurde "Optimus Prime" als Militärfeuerwehrmann für den Brandschutz von Militärflughäfen nahe dem kriegsschauplatz versetzt. Das Pentagon ist sichtlich stolz auf den 80er Jahr Kinderheld. Optimus Prime im Interview:
"I got a letter from a general at the Pentagon when the name change went through and he says it was great to have the employ of the commander of the Autobots in the National Guard"

hier die geschichte

yellowtimes.org ist von seinem kalifornischen provider(!) vortech abgedreht worden, der keinen "adult content" wollte, i.e. screenshots von al jazeera mit allzu unpatriotisch blutigen schauderfotos von toten soldaten.

http://www.yellowtimes.org/
weitergehen! hier gibt es nichts zu sehen!


"We are sorry to notify you of suspending your account: Your account has been suspended because [of] inappropriate graphic material."
Firas Al-Atraqchi von yellowtimes.org über die lapidare verständigung von seiten vortechs.
http://www.unknownnews.net/yt.html

vortech a.k.a. matrix reseller: "99.9% uptime or your money back"
http://matrixreseller.com/index.php

boingboing's xeni jardin spent the weekend in japan watching kids' stuff on the telly ... and stumbled across this explanatory show.

http://boingboing.net/2003_03_01_archive.html#200048857

japan

George "Dubya" Bush hat ja vor kurzem 75 Milliarden Dollar Kriegsbörse bekommen. Und wenn dies nicht ausreichen sollte, wenn die "Boys" zum Beispiel auch Weihnachten noch nicht zu Hause sind, dann kann er immer noch auf eine amerikanische Erfolgsgeschichte zurückgreifen.

give-war-bonds-christmas

Die Kriegsanleihe, oder War Bond, brachte im WWII 185,7 Milliarden Dollar ein. Insgesamt investierten 85 Millionen Amerikaner ins Kriegskapital. Der Hintergrund des unübertroffenen Mobilisierungserfolgs: Die Verbindung von Patriotismus und Marketing. Als eine Kostenschätzung über den Werbeaufwand zu hoch erschien, beschloss das Verteidigungsministerium die Pflicht für's Vaterland zu franchisen. Firmen konnten nicht nur Werbung sponsern, sondern auch selber in die Hand nehmen. Firmen konnten so ihr Engagement für die Sache zeigen und dabei noch mit Brand und Produktkommunikation im eigenen Interesse versehen. Erfolgreich war vor allem die Kampagne für ein Angebot aus dem Kriegsanleihenportfolio: Zusatzpension für Arbeitsnehmer direkt abgezogen vom Gehalt. Eigenvorsorge mit dem Mehrwert der patriotischen Pflicht.

Kriegsanleihe

Das Prinzip wurde im Grundansatz von Kaiser Wilhelm abgeschaut. Die deutschen Kriegsanleihen des ersten Weltkriegs wurden nach einem Misserfolg heftig beworben. Die Amerikaner weiteten reine Bewerbung zu einem perfekten Marketingkonzept aus. Die Mobilisierung von Markt und Bevölkerung zugleich ist noch immer der stärkste Waffe des Empire. Im Gegensatz zu einer disziplinierten, gleichgeschalteten Nationenapparat, wie zum Beispiel in Nazideutschland oder Japan bildet das Gefüge von Unternehmen, Konsumenten und offizielle medialer Marschrichtung eine aufwiegende Eigendynamik einer sich selbst steigernden Kriegsmaschine.

Wenn der Markt ein Teil der modernen Kriegsmaschine ist, dann ist auch klar, was eigentlich die Kriegsanleihen von heute sind.

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ZIBkrawatte

Nachdem ntv die Herr-Hussein-Duzerei aufgegeben hat [Claim ist jetzt "Krieg im Irak"], bleibt der ORF allein in der TV-Trottelecke. Ab Donnerstag wird dann noch "echt fett" nachgelegt, wenn die "komischen Kräfte des Landes gebündelt" werden. Im Print ist die Sache auch noch nicht ausgemacht: die Tante duzt auf dem Cover rum, was das Zeug hält, aber solche Peinlichkeiten passieren ja eigentlich immer, wenn Ereignisse sich nicht freiwillig mit dem Redaktionsschluss am Freitag um 16:30 Uhr synchronisieren. Als Revanche wird dann die "Generation Golfkrieg" erfunden.

al-jazeera

We don’t do body counts soll General Tommy Franks gesagt haben. Der Mann weiß, wovon er spricht, er war in Vietnam. Und hat Rumsfeld als echtes Frontschwein wohl eine noch verlustreichere Strategie ausgeredet. "US-Militärs melden bis zu 500 tote Iraker" oder ähnlich heißt es dagegen seit gestern Nacht. We do Body Counts gilt es wohl ab jetzt und wieder mal sollte der Junge aus Weyhe bei Bremen dem Country-Fan Franks reingepfuscht haben.

cnn

CNN ist so fies. 20 Minuten auf den übermüdeten britischen Militär-Sprecher draufhalten, der sich immer wieder am Nacken kratzt und den Kopf spastisch verdreht [#*#verschlusszeiten dieser digicam, die vor 15 Monaten ganz super war] und auch so spricht. Oder eher lallt. Psy-Ops-Frage des Tages: Sollte hier gezeigt werden, dass auch Sterne-Träger echt arbeiten und nicht schlafen in diesem Krieg. Oder ein ganz normaler Medienunfall.

GPS-Bomben auf GPS-Jammer. Hört sich fast nach einer magnetischen Beziehung an und vielleicht haben sich das die Agenturschreiber gestern auch alle gedacht und dann nichts weiter. Tatsächlich haben die US-Militärs nattürlich kein Problem damit, auch einen GPS-Störsender gezielt mit Bomben einzudecken. Marschflugkörper orientieren sich neben GPS auch an Videobildern, "smart Bombs" haben neben dem GPS- auch ein Trägheits-Lenksystem. Desinformation kennt allerdings wirklich keine Grenzen, wenn der Irak dementiert, die Störsender von Russland bekomen zu haben, worüber W. wiederum gar nicht erfreut ist. "Russland hat uns nie etwas gegeben, und wir haben um nichts gebeten", klärte der irakische Informationsminister Mohammed Said el Sahaf. Was wiederum Russland gar nicht erfreut, weil ein Freispruch aus dem Irak sich dieser Tage etwa so gut anfühlt wie Plutonium-Staub in den Socken.

please someone stop me from ending the third headline in a row with a question mark. okay, thank you.

yet here another questionable dictum:

Embedded in the press corps
: New York Magazine media dog [journalist turned new media entrepreneur turned journalist; Ed.] Michael Wolff
is in every Centcom [central command; Ed.] briefing.
Today, Gen. Renuart called on him as "the gentleman with my kind of haircut."
Wolf asked the general whether the media was misrepresenting the progress of the war... or not.
"The media is reality," the general replied.

Michael-Wolff
the gentleman (wolff) with ...

renuart
my kind of haircut (renuart)

anyone else heard this?
http://www.buzzmachine.com/archives/2003_03.html#003255

praschl geht noch mal die bestelllisten für body bags durch.
http://arrog.antville.org/stories/328433/

"Heute habe ich ungefähr zwanzigmal gelesen, dass der Krieg nun doch schleppender vorankommt und mehr Opfer auf Seiten der Allierten fordert als erwartet. Die Sache ist bloß: Erwartet haben nur die Durchblicker, die denen, die es nicht erwartet haben, jetzt vorhalten, dass sie angeblich etwas erwartet haben, was die aber gar nicht erwartet haben. Aber geht schon in Ordnung, wenn es der eigenen Rechtschaffenheit nützt..."

dondahlmann has this idea of a subscription based embedded journalism live streaming...
http://don.twoday.net/stories/15108/

 

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